Mittwoch, 19. März 2014



Frühlingsanfang
First Day of Spring  
                              Tagundnachtgleiche
                              Equinox


Der Frühlingsanfang kann entweder astronomisch, metereologisch oder phänologisch - also ganz nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen - bestimmt werden.

Astronomisch wird der Frühling auf der Nordhalbkugel durch das Primar-Äquinoktium (Primar-Tagundnachtgleiche) festgelegt. Der kalendarische Eintritts-Zeitpunkt variiert und fällt, abhängig unter anderem vom Abstand zum letzten Schaltjahr, auf den 19., 20. oder 21. März. Und in diesem Jahr fällt der Start auf den 20. März um genau 17.57 MEZ

Meterologisch hat der Frühling auf der Nordhalbkugel der Erde bereits am 1.März begonnen. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), eine Unterorganisation der UN, hat diesen Termin festgelegt. Danach werden jeweils drei Monate den Jahreszeiten zugeordnet. Dezember, Januar und Februar sind die Wintermonate, der Frühling umfasst – meteorologisch gesehen – die Monate März, April und Mai. Auf diese Weise können Statistiken (wie etwa Monatsmittelwerte) und Klimavergleiche leichter erstellt und verglichen werden.

Der Entwicklungsstand der Pflanzen zeigt uns in Mitteleuropa immer sehr zuverlässig den Frühlingsbeginn an und zwar in drei Phasen:

  • Vorfrühling: Mit dem Blühbeginn der Schneeglöckchen und der Haselnuss, bis die Sallweidenkätzchen pollengelb sind
  • Erstfrühling: Wenn die Forsythie gelb wird, der Laubaustrieb der Stachelbeere startet und die Birnbäume anfangen zu blühen
  • Vollfrühling: Vom Blühbeginn der Apfelbäume und des Flieders bis zum Blühbeginn der Ebereschen
Der phänologische Frühlingsbeginn variiert nach verschiedenen Aspekten. Je nach der geografischen Länge und Breite, nach Höhenlage, nach den großen Klimagebieten und auch je nach kleinräumigen Klimaverhältnissen. In geschützten Lagen der Städte beginnen die einzelnen Frühlingsphasen oft wesentlich früher als auf freiem Felde.
Der Frühling bewegt sich im Bergland langsam die Hänge hinauf, wobei er an den Südhängen früher als an den Nordhängen loslegt.
Die Zugvögel sind immer wiederkehrende Boten des Frühlings. Nicht nur sichtbar in Schwärmen am Himmel, auch hörbar mit ihren vielfältigen Vogelstimmen beschallen sie ihre Lebensräume. Von Jahr zu Jahr wechselt der Zeitpunkt des phänologischen Frühlingbeginns und es scheint sich eine Entwicklung abzuzeichnen, dass der Frühling in Europa früher beginnt. Diverse Zugvögel kehren wegen der globalen Erwärmung einige Tage eher zurück, als noch vor 30 Jahren.


Der poetische Frühling fasst all das zu einer stimmungsvolle Ahnung zusammen . . .



 Format 25 x 25 cm


Frühlingsahnung

Rosa Wölkchen überm Wald
wissen noch vom Abendrot dahinter

überwunden ist der Winter,
Frühling kommt nun bald.
Unterm Monde silberweiß,
zwischen Wipfeln schwarz und kraus
flügelt eine Fledermaus
ihren ersten Kreis.


Christian Morgenstern (1871-1914)



























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