Samstag, 14. Februar 2015

Die Zärtlichkeiten Tenderness






Ich liebe jene ersten bangen Zärtlichkeiten,
Die halb noch Frage sind und halb schon Anvertraun,
Weil hinter ihnen schon die anderen Stunden schreiten,
Die sich wie Pfeile wuchtend in das Leben baun.

Ein Duft sind sie, des Blutes flüchtigste Berührung,
Ein rascher Blick, ein Lächeln, eine leise Hand –
Sie knistern schon wie rote Funken der Verführung
Und stürzen Feuergraben in der Nächte Band.


Und sind sie doch seltsam süß, weil sie im Spiel gegeben
Noch sanft und absichtslos und leise nur verwirrt,
Wie Bäume, die dem Frühlingswind entgegenbeben,
Der sie in seiner harten Faust zerbrechen wird. 


Stefan Zweig (1881 - 1942)


Format 23 x 23 cm 


I love those first anxious tenderness,
that are still half question, half already entrusting
because behind them yet exceed the others hours,
which are as arrows drilling constructed in life.


A scent they are; Blood fleeting contact
a quick glance, a smile, a gentle hand -
they already like red sparks crackle of seduction
and overthrow flash fire in the night fire.


And yet strangely sweet because they gave the game
yet gently and softly only unintentional and confused,
like trees that prevent shake the spring breeze,
they will break in his hard fist.


Stefan Zweig (1818 - 1942)


 
 
















































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